Autoexport aus Oberhausen: wann er sich anbietet
Ein 15 Jahre alter Kombi mit 280.000 Kilometern ist auf deutschen Gebrauchtwagenportalen schwer zu verkaufen. Interessenten fürchten Reparaturen, und die nächste Hauptuntersuchung kann teuer werden. In anderen Ländern sieht das häufig anders aus: Dort werden robuste Fahrzeuge länger gefahren, Ersatzteile sind günstiger und Werkstattstunden kosten weniger.
Für Sie als Verkäufer in Oberhausen ändert sich dabei wenig. Sie verkaufen das Auto hier vor Ort, unterschreiben einen Kaufvertrag und erhalten Ihr Geld bei der Übergabe. Wohin das Fahrzeug anschließend geht, organisiert der Käufer.
Ablauf beim Verkauf eines Exportfahrzeugs
Daten nennen
Modell, Motor, Getriebe, Kilometerstand und Zustand. Für den Export zählen vor allem Motor und Getriebe.
Einschätzung
Wir prüfen, ob das Auto eher für den Inlandsmarkt oder für den Export infrage kommt.
Vertrag & Abmeldung
Kaufvertrag vor Ort, Abmeldung auf Wunsch. Ausfuhrformalitäten sind nicht Ihre Aufgabe.
Bezahlung
Sie erhalten den vereinbarten Betrag bei der Übergabe.
Typische Exportkandidaten
Ältere Baujahre
Fahrzeuge, die hier als „zu alt“ gelten
Viele Kilometer
Laufleistungen jenseits von 200.000 km
Diesel
Ältere Euro-Normen, die in Umweltzonen Probleme machen
HU abgelaufen
Eine neue Prüfung würde sich nicht mehr rechnen
Transporter
Kastenwagen und Kleinbusse mit hoher Laufleistung
Kleinere Mängel
Rost, Dellen, verschlissene Teile
Export oder Inlandsverkauf: wie wir das einschätzen
Nicht jedes ältere Auto ist ein Exportfahrzeug, und nicht jedes Exportfahrzeug ist alt. Entscheidend ist die Frage, wo das Auto realistisch den besseren Abnehmer findet. Ein gepflegter Kleinwagen mit frischer HU verkauft sich meist auch in Deutschland gut. Ein großer Diesel mit hoher Laufleistung und Mängelliste dagegen kaum. Wir schauen uns beide Wege an und nennen Ihnen den Preis, den wir zahlen können. Ob das Auto später im Inland weiterverkauft oder exportiert wird, hat für Ihren Vertrag keine Auswirkungen. Auch Fahrzeuge mit technischem Defekt kommen infrage, siehe Auto mit Motorschaden verkaufen.
Was Sie als Verkäufer beachten sollten
- Vollständige Papiere: Ohne Zulassungsbescheinigung Teil II ist ein Export praktisch ausgeschlossen. Ist sie verloren, muss zuerst eine Ersatzbescheinigung beantragt werden.
- Abmeldung: Das Auto muss vor dem Export außer Betrieb gesetzt werden. Das kann vor dem Termin oder im Rahmen des Verkaufs erledigt werden.
- Kennzeichen: Ihre Kennzeichen bleiben bei der Abmeldung bei Ihnen bzw. werden entwertet. Mit Ihren Schildern darf das Auto nach dem Verkauf nicht ins Ausland fahren.
- Kaufvertrag: Achten Sie darauf, dass Käufer, Fahrzeug-Identifizierungsnummer, Preis und Übergabezeitpunkt eindeutig festgehalten sind.
- Versicherung und Steuer: Nach der Abmeldung enden Kfz-Steuer und Versicherung automatisch bzw. nach Meldung. Heben Sie die Abmeldebescheinigung gut auf.
Vorsicht bei Straßenhändlern: Zettel an der Seitenscheibe mit „Kaufe alle Autos – Export“ sind weit verbreitet. Verkaufen Sie nie ohne schriftlichen Vertrag und ohne Ausweis des Käufers, und übergeben Sie das Auto erst nach vollständiger Bezahlung.
Umweltzone und alte Diesel
Wo Umweltzonen oder Fahrverbote gelten, braucht ein Auto die passende Plakette bzw. Schadstoffklasse. Ältere Fahrzeuge mit schlechter Einstufung sind deshalb im Alltag eingeschränkt nutzbar und auf dem Inlandsmarkt entsprechend weniger gefragt. Gerade bei solchen Autos lohnt es sich, den Exportweg mitzudenken, statt das Fahrzeug jahrelang ungenutzt in der Garage stehen zu lassen.
Lohnt sich der Export für Ihr Auto?
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Weitere Hintergründe finden Sie in unseren Ratgeber-Artikeln Wie funktioniert der Autoexport? und Wann lohnt sich der Export?. Für beschädigte Fahrzeuge lesen Sie am besten die Seite Unfallwagen verkaufen.